Hansa-Konvent 2023

Stadt gemeinsam machen statt machen lassen!

Hansa-Konvent 2023 findet unter dem Motto „Stadt gemeinsam machen statt machen lassen!“ am 10. Juni 2023 im Bennohaus statt.

Wir freuen uns riesig! 🤩
Merkt euch den 10. Juni 2023 schon mal in euren Kalendern vor!

Hansakonvent 2023

Stellt sich die Frage, kann jede/r einfach so mitmachen?

Leider nein. 🙁

Wie werden dann also die Teilnehmer:innen für den Hansa-Konvent 2023 bestimmt?

Wie schon die alten Griechen ihre öffentlichen Ämter vergeben haben, so halten wir es auch, nämlich mit dem Losverfahren bzw. der Zufallsauswahl.

Echt jetzt? Verlosen? Ist das nicht undemokratisch?

Nein, ist es nicht. Bei der Forderung nach Bürger:innen-Konventen oder Räten wird oft das Argument angeführt, da würden sich eh nur die ‚Woke-Linken‘ dran beteiligen, um so das eigene Klientel zu stärken. Das könnte der Fall sein, wenn wir als Team vom Hansaforum eine öffentliche Bewerbungsphase starten würden, wie bei der Projektförderung der letzten Jahre. Das machen wir genau nicht. Um Bevorzugung bestimmter Gruppen auszuschließen, haben wir uns folgendes Verfahren ausgedacht:

Beim Katasteramt haben wir uns eine Karte vom Hansa- und Hafenviertel ausdrucken lassen, die wir auf eine Spanplatte geklebt haben. Fertig war die Dartscheibe. Das ganze Ding haben wir durch’s Viertel gefahren und zufällig getroffene Menschen auf Häuser werfen lassen. Damit haben wir eine Hausliste erstellt, deren Bewohner:innen alle eingeladen werden.
Trotzdem hast du die Möglichkeit, dich zu bewerben. Dazu füllt das unten verlinkte Formular aus und sendet es uns. Da die Kapazitäten aber begrenzt sind, könnte es sein, das auch aus den Bewerbungen gelost werden muss, je nachdem wie viele Menschen sich bewerben.

Hansa-Konvent 2023 - Zufallsauswahl durch Viertelmenschen
Hansa-Konvent 2023 – Zufallsauswahl durch Viertelmenschen

Die einzige Voraussetzung zur Teilnahme besteht darin, dass das Hansaviertel dein Lebensmittelpunkt ist: weil du hier wohnst, deine Freizeit genießt, arbeitest oder ähnlichen Aktivitäten nachgehst.


Hansa-Konvent 2023 – Interessiertenliste

Du möchtest dich auch für dein Hansaviertel stark machen und am nächsten Hansa-Konvent mit dem Motto „Stadt gemeinsam machen statt machen lassen!“ am 10. Juni 2023 teilnehmen, bist jedoch noch nicht ausgewählt worden? Dann trage dich jetzt (oder bis zum 08.05.) auf unserer Interessiertenliste ein! Bis zum 19.05. erfährst du, ob du dabei bist.

Hansaflotte – neue Fahrstunden ab März

Starte mit den freien XXL-Fahrradtransportern der HansaFlotte

Der Umzug mit Waschmaschine und Schrankwand, das Zeltlager mit 20 Personen oder der Sektempfang im Park – mit dem Fahrrad? Alles machbar, mit der HansaFlotte, der pedalbetriebenen Alternative zum PKW. Lerne das Commons-Projekt von ADFC und B-Side kennen und steig’ direkt in den Sattel. Commons bedeutet: Ermöglicht von uns allen, für uns alle und nutzbar für alles mögliche.

Auf ruhiger, verkehrsfreier Strecke drehst Du mit einem Gespann der HansaFlotte (E-Lastenrad + großer Anhänger mit Plane) Deine ersten Runden, samt Hindernisparcours und Testladung. Danach bist Du bereit für Deine erste Transportfahrt! Melde Dich AB JETZT für eine Fahrstunde an, mit wenigen Klicks auf hansaflotte.com – Termine gibt es ab dem 7. März und dann fortlaufend.

Wir suchen weitere Team-Mitglieder

Die HansaFlotte wird durch die Menschen ermöglicht, die sie zugleich nutzen, pflegen und weiterentwickeln. Genau wie das freie Lastenradprojekt LASSE lebt sie von kleinen und größeren Arbeits-Beiträgen aller Art, je nach Lust und Möglichkeit.
Du bist begeistert und möchtest die HansaFlotte unterstützen? Du kennst Dich vielleicht sogar schon mit unserem Angebot und / oder mit Lastenrädern aus und magst mitmachen? Dann melde Dich gerne per Mail bei uns! Neben Mitarbeit brauchen HansaFlotte und LASSE für den laufenden Betrieb Geld, um Kosten für Verbrauchsmaterial, Verschleißteile oder Schäden zu decken oder die Flotte zu erweitern. Alle Infos zum Thema Spenden findest Du auf lastenrad-ms.de/spenden

Broschüre zum QGI

2022 haben wir fleißig daran gearbeitet, eine Broschüre zum QGI (Quartier-Gemeinwohl-Index) zu erstellen. Darin könnt ihr detailliert erfahren, wie der QGI entstanden ist. Dazu gibt es viele Tipps und unsere gesammelten Weisheiten für die Praxis. So steht der Aufstellung von QGIs in anderen Stadtteilen doch im Prinzip nichts mehr im Wege, oder?! Im Juli war es dann so weit und wir konnten die Broschüre veröffentlichen! Ihr könnt sie herunterladen oder bei uns bestellen.

Die mobile Schlafhütte für Menschen ohne Obdach – das Kleinheim

Wohnungslosigkeit ist ein zentrales Gesellschaftsproblem, vor dem auch Münster nicht gefeilt ist: Gegenwärtig sind in Münster um die 1.300 Personen ohne Obdach, darunter eine steigende Zahl von Personen, die durch die Auffangsysteme der Wohnungslosenhilfe fallen.

Das Hansaforum-Projekt „Kleinheim“ setzt diesem besorgniserregenden Trend eine klare und gemeinschaftlich getragene Lösung entgegen: Der Bau einer kleinen und mobilen Schlafhütte, einem „Kleinheim“ eben. Als Pilotprojekt ausgelegt, zeigen die Initiator:innen des Kleinheims auf, wie menschliche Grundbedürfnisse (Privatsphäre, Sicherheit, Wertschätzung) und die Bedürfnisse der Sozialhilfe (Bedürftige werden durch den festen Standpunkt antreffbar) durch Tatkraft und Engagement zusammengebracht werden können.

Kleinheim für obdachlose Menschen
Kleinheim Seitenansicht
Kleinheim für obdachlose Menschen
Kleinheim Rückansicht

Obwohl durch das Tiny-House-Projekt ein drängendes soziales Problem adressiert wird und obwohl über das Kleinheim Menschen unterschiedlichster Fachhintergründe auf produktive Weise zusammengefunden haben, fällt das Fazit des Projektteams gemischt aus. Bisher ist es nicht gelungen, einen Stellplatz für das bezugsfertige Wohnheim zu finden, weshalb das Kleinheim von noch keinem Wohnungslosen genutzt werden konnte. Das Team des Kleinheims und des Hansaforums hoffen sehr, dass sich für dieses Problem zeitnah eine Lösung findet, sodass dieses innovative Wohnprojekt bald seine Funktion erfüllen kann: Obdachlosen Bürger:innen ein kleines, aber sicheres Zuhause zu bieten. Euch fällt ein Ort ein, an dem es stehen könnte? Meldet euch!

Abb.: Kleinheim e.V.

„Umkämpftes Wohnen“ & „Mietrebellen“ – Eine kritische Perspektive zum Thema Wohnen

Nachdem die beiden für die Housing Action Week geplanten Veranstaltungen pandemiebedingt abgesagt werden mussten, war die Freude um so größer, als diese im Juli 2021 auf dem Gasometer-Gelände nachgeholt werden konnten. Zufällig war dies zudem die allererste öffentliche Veranstaltung im neuen Kulturort Gazometer.

Am ersten Tag wurde das Buch „Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten“ von Peter Nowak und Mattias Coers vorgestellt und am darauffolgenden Tag fand die Filmvorführung „Mietrebellen“ statt. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage war die Buchvorstellung mit etwa 20-30 Leuten nicht ganz so gut besucht wie erhofft. Das anwesende Publikum war allerdings dafür sehr interessiert. Viele der Besucher:innen waren vorher außerdem noch nie am Gazometer gewesen.

Sozialpalast Münster - Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten
Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten

Die Autoren Peter Nowak und Matthias Coers stellten diverse Projekte vor, mit denen sie sich für ihr im Februar 2020 erschienenes Buch getroffen haben. Verbindende Themen waren solidarische Wohnungs- und Mietenkämpfe. Im Anschluss gab es eine offene Diskussionsrunde, in der die Autoren besonders an den Erfahrungen der Menschen in Münster rund um die Themen Wohnen und Mieten interessiert waren.

Das Thema „Wohnen“ und zwar insbesondere „bezahlbar und fair wohnen“ ist nach wie vor auch in Münster hoch aktuell, weshalb ein sehr intensiver Austausch zwischen den Teilnehmer:innen und den Autoren entstand.

Am zweiten Tag spielte das Wetter mit und die Filmvorstellung „Mietrebellen“ war mit dem Besuch von rund 100 Menschen ein voller Erfolg. Der Film von Gertrud Schulte Westenberg und dem anwesenden Matthias Coers dokumentiert vielfältige Initiativen zu Recht-auf-Stadt und Wohnen in Berlin: eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, den organisierten Widerstand gegen Zwangsräumungen und den Kampf von Rentner:innen um ihre altersgerechten Wohnungen. In der anschließenden Diskussion wurde erneut der Bezug zu Münster hergestellt.

Mit einem gemütlichen Ausklang, mit viel Raum für Vernetzung, wurden die zwei Tage abgeschlossen. Fazit: durch die beiden Veranstaltungen haben die beiden Projekte Menschen zusammengebracht und das Thema Wohnen in den Vordergrund gestellt. So konnten sie zu den QGI-Themen Bildung, Wohnen und Vernetzung beitragen.

Fotos: sozialpalast e.V.