Hansaflotte – neue Fahrstunden ab März

Starte mit den freien XXL-Fahrradtransportern der HansaFlotte

Der Umzug mit Waschmaschine und Schrankwand, das Zeltlager mit 20 Personen oder der Sektempfang im Park – mit dem Fahrrad? Alles machbar, mit der HansaFlotte, der pedalbetriebenen Alternative zum PKW. Lerne das Commons-Projekt von ADFC und B-Side kennen und steig’ direkt in den Sattel. Commons bedeutet: Ermöglicht von uns allen, für uns alle und nutzbar für alles mögliche.

Auf ruhiger, verkehrsfreier Strecke drehst Du mit einem Gespann der HansaFlotte (E-Lastenrad + großer Anhänger mit Plane) Deine ersten Runden, samt Hindernisparcours und Testladung. Danach bist Du bereit für Deine erste Transportfahrt! Melde Dich AB JETZT für eine Fahrstunde an, mit wenigen Klicks auf hansaflotte.com – Termine gibt es ab dem 7. März und dann fortlaufend.

Wir suchen weitere Team-Mitglieder

Die HansaFlotte wird durch die Menschen ermöglicht, die sie zugleich nutzen, pflegen und weiterentwickeln. Genau wie das freie Lastenradprojekt LASSE lebt sie von kleinen und größeren Arbeits-Beiträgen aller Art, je nach Lust und Möglichkeit.
Du bist begeistert und möchtest die HansaFlotte unterstützen? Du kennst Dich vielleicht sogar schon mit unserem Angebot und / oder mit Lastenrädern aus und magst mitmachen? Dann melde Dich gerne per Mail bei uns! Neben Mitarbeit brauchen HansaFlotte und LASSE für den laufenden Betrieb Geld, um Kosten für Verbrauchsmaterial, Verschleißteile oder Schäden zu decken oder die Flotte zu erweitern. Alle Infos zum Thema Spenden findest Du auf lastenrad-ms.de/spenden

Broschüre zum QGI

2022 haben wir fleißig daran gearbeitet, eine Broschüre zum QGI (Quartier-Gemeinwohl-Index) zu erstellen. Darin könnt ihr detailliert erfahren, wie der QGI entstanden ist. Dazu gibt es viele Tipps und unsere gesammelten Weisheiten für die Praxis. So steht der Aufstellung von QGIs in anderen Stadtteilen doch im Prinzip nichts mehr im Wege, oder?! Im Juli war es dann so weit und wir konnten die Broschüre veröffentlichen! Ihr könnt sie herunterladen oder bei uns bestellen.

Die mobile Schlafhütte für Menschen ohne Obdach – das Kleinheim

Wohnungslosigkeit ist ein zentrales Gesellschaftsproblem, vor dem auch Münster nicht gefeilt ist: Gegenwärtig sind in Münster um die 1.300 Personen ohne Obdach, darunter eine steigende Zahl von Personen, die durch die Auffangsysteme der Wohnungslosenhilfe fallen.

Das Hansaforum-Projekt „Kleinheim“ setzt diesem besorgniserregenden Trend eine klare und gemeinschaftlich getragene Lösung entgegen: Der Bau einer kleinen und mobilen Schlafhütte, einem „Kleinheim“ eben. Als Pilotprojekt ausgelegt, zeigen die Initiator:innen des Kleinheims auf, wie menschliche Grundbedürfnisse (Privatsphäre, Sicherheit, Wertschätzung) und die Bedürfnisse der Sozialhilfe (Bedürftige werden durch den festen Standpunkt antreffbar) durch Tatkraft und Engagement zusammengebracht werden können.

Kleinheim für obdachlose Menschen
Kleinheim Seitenansicht
Kleinheim für obdachlose Menschen
Kleinheim Rückansicht

Obwohl durch das Tiny-House-Projekt ein drängendes soziales Problem adressiert wird und obwohl über das Kleinheim Menschen unterschiedlichster Fachhintergründe auf produktive Weise zusammengefunden haben, fällt das Fazit des Projektteams gemischt aus. Bisher ist es nicht gelungen, einen Stellplatz für das bezugsfertige Wohnheim zu finden, weshalb das Kleinheim von noch keinem Wohnungslosen genutzt werden konnte. Das Team des Kleinheims und des Hansaforums hoffen sehr, dass sich für dieses Problem zeitnah eine Lösung findet, sodass dieses innovative Wohnprojekt bald seine Funktion erfüllen kann: Obdachlosen Bürger:innen ein kleines, aber sicheres Zuhause zu bieten. Euch fällt ein Ort ein, an dem es stehen könnte? Meldet euch!

Abb.: Kleinheim e.V.

„Umkämpftes Wohnen“ & „Mietrebellen“ – Eine kritische Perspektive zum Thema Wohnen

Nachdem die beiden für die Housing Action Week geplanten Veranstaltungen pandemiebedingt abgesagt werden mussten, war die Freude um so größer, als diese im Juli 2021 auf dem Gasometer-Gelände nachgeholt werden konnten. Zufällig war dies zudem die allererste öffentliche Veranstaltung im neuen Kulturort Gazometer.

Am ersten Tag wurde das Buch „Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten“ von Peter Nowak und Mattias Coers vorgestellt und am darauffolgenden Tag fand die Filmvorführung „Mietrebellen“ statt. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage war die Buchvorstellung mit etwa 20-30 Leuten nicht ganz so gut besucht wie erhofft. Das anwesende Publikum war allerdings dafür sehr interessiert. Viele der Besucher:innen waren vorher außerdem noch nie am Gazometer gewesen.

Sozialpalast Münster - Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten
Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten

Die Autoren Peter Nowak und Matthias Coers stellten diverse Projekte vor, mit denen sie sich für ihr im Februar 2020 erschienenes Buch getroffen haben. Verbindende Themen waren solidarische Wohnungs- und Mietenkämpfe. Im Anschluss gab es eine offene Diskussionsrunde, in der die Autoren besonders an den Erfahrungen der Menschen in Münster rund um die Themen Wohnen und Mieten interessiert waren.

Das Thema „Wohnen“ und zwar insbesondere „bezahlbar und fair wohnen“ ist nach wie vor auch in Münster hoch aktuell, weshalb ein sehr intensiver Austausch zwischen den Teilnehmer:innen und den Autoren entstand.

Am zweiten Tag spielte das Wetter mit und die Filmvorstellung „Mietrebellen“ war mit dem Besuch von rund 100 Menschen ein voller Erfolg. Der Film von Gertrud Schulte Westenberg und dem anwesenden Matthias Coers dokumentiert vielfältige Initiativen zu Recht-auf-Stadt und Wohnen in Berlin: eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, den organisierten Widerstand gegen Zwangsräumungen und den Kampf von Rentner:innen um ihre altersgerechten Wohnungen. In der anschließenden Diskussion wurde erneut der Bezug zu Münster hergestellt.

Mit einem gemütlichen Ausklang, mit viel Raum für Vernetzung, wurden die zwei Tage abgeschlossen. Fazit: durch die beiden Veranstaltungen haben die beiden Projekte Menschen zusammengebracht und das Thema Wohnen in den Vordergrund gestellt. So konnten sie zu den QGI-Themen Bildung, Wohnen und Vernetzung beitragen.

Fotos: sozialpalast e.V.

Katzentisch – Musik im Sozialpalast

Das queer-feministische Musikfestival „Katzentisch im Sozialpalast“

Fand im Oktober 2020 und im Oktober 2021 im sozialpalast – Hadiqa (arab. Garten) am alten Güterbahnhof in Münster statt. Das Festival wurde in Zusammenarbeit mit dem Ladies&Ladys Label, verantwortl. Johanna Bauhus, realisiert. Das Ladies&Ladys Label ist ein vollkommen transparentes Musiklabel, welches sich um die Förderung von Ladys* in der Musikbranche kümmert und in Münster gegründet wurde.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das erste Festival kurzfristig umgeplant werden und wurde entsprechend der zu dem Zeitpunkt geltenden Regeln angepasst. Es wurde nur eine bestimmte Anzahl an Zuschauer:innen zu der Veranstaltung zugelassen und zudem wurden die Künstler:innen vor die besondere Herausforderung vor einem sitzenden Publikum zu performen gestellt. Trotz der schwierigen Umstände war das Festival ein paar Tage vorher „ausverkauft“ (der Eintritt war frei, aber die Plätze alle vergeben).

Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg. Die Stimmung war super, das Wetter auch- und das Feedback durchweg positiv. Das Publikum hat sich noch Wochen später liebevoll für den tollen Abend bei den Veranstalter:innen bedankt. Wie auch eigentlich für das ursprüngliche Festival gewünscht, war das Publikum sehr divers und rücksichtsvoll. Viele von Ihnen waren das erste Mal im Sozialpalast. Der schönste Moment lag bei der euphorischen Steigerung im LIN Konzert. Es war zu spüren wie Ihr Auftritt sie selbst mit dem Publikum geeint und empowert hat.
Schön war außerdem, dass für jeden der ein bisschen helfen wollte eine passende Aufgabe gefunden werden konnte. Viele der Helfer:innen gaben an, durch diesen Tag nachhaltig empowert worden zu sein. Zudem hat sich sogar eine dem Label fremde Musikerin auf die Bühne getraut, was u.a. genau das ist, was das queerfeministische Musiklabel erreichen möchte.

Das zweite Festival fand fast genau auf den Tag ein Jahr nach dem letzten Katzentisch Konzert statt. Die Bühne wurde diesmal ebenerdig gebaut, sodass das Publikum näher am Geschehen sein konnte. Nach dem Erfolg von 2020 wurde das Line-Up erhöht, es spielten vier Acts.

Jeder Mensch konnte teilnehmen, egal wie groß oder klein der Geldbeutel ist. Es gab ein Awarenesskonzept, an dem bereits schon vor dem Besuch alle Teilnehmenden aufmerksam gemacht wurden.
Die Resonanz der Besuchenden war ähnlich positiv wie bereits im Jahr zuvor. Leider war das Wetter etwas kälter, aber durch Feuerschalen und den Ausschank von heißen Getränken konnten alle warm gehalten werden. Besonders schön war diesmal, dass auch ältere Personen den Weg in den Sozialpalast gefunden haben.

https://www.sozialpalast.de/kunst/index.html

Foto: Erik_Biembacher